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Australian Cattle Dog

Australian Cattle Dog als Wandbild im Stil Aquarell, Raum: ockerfarbenes Schlafzimmer

Kaum ein Standard sagt so offen, wofür ein Hund gebaut ist. Gesucht war laut FCI ein kräftiger, beißfreudiger Hund mit großer Ausdauer, der wilde Rinder zusammentreiben kann. Sogar die Zähne begründet der Standard mit der Arbeit: Störrisches Vieh treibt er mit Bissen oder Zwicken in die Ferse an.

FCI Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde, ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 2 Treibhunde, Standard Nr. 287 Australian Cattle Dog (Australischer Treibhund), ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland Australien
Größe (Widerrist) Rüden 46 bis 51 cm, Hündinnen 43 bis 48 cm
Gewicht im FCI-Standard nicht festgelegt
Lebenserwartung Median 14,0 Jahre in einer britischen Auswertung von 584.734 Hunden, darunter nur 117 Cattle Dogs (McMillan et al. 2024)
Fell glattes Doppelfell: kurze, dichte Unterwolle, dichtes, gerades, hartes, anliegendes Deckhaar, wasserundurchlässig; am Körper im Schnitt 2,5 bis 4 cm
Farben laut Standard Blau getüpfelt oder gesprenkelt mit lohfarbenen Abzeichen, am Kopf auch schwarz oder blau; Rot gesprenkelt, mit oder ohne dunklere rote Kopfabzeichen

Collie, Dingo und eine Prise Dalmatiner

Die ersten Siedler hatten wenig Personal, kein eingezäuntes Land und importierte Hunde, die mit den Rindern nicht zurechtkamen. Allgemein gilt laut Standard: Am Anfang standen blau-schimmelfarbene Kurzhaarcollies, gekreuzt mit dem Dingo, später kamen Dalmatiner und schwarz-lohfarbene Kelpies dazu. Eine Bullterrier-Kreuzung bewährte sich am Vieh nicht. Die FCI erkennt ihn seit dem 20.03.1972 endgültig an.

Beschützer mit Misstrauen

Ergeben und mit angeborenem Schutztrieb, so beschreibt ihn der Standard als geborenen Beschützer für Hirten, Herde und Besitz. Fremden begegnet er mit natürlichem Misstrauen, muss aber umgänglich bleiben. Dazu ist er äußerst intelligent, mutig und stets aufmerksam. Für dich heißt das: frühe, ruhige Begegnungen mit Besuch und klare Grenzen am Gartenzaun.

Ohne Auftrag wird es eng

Sein Gangwerk soll unermüdlich sein: kein Hund für zwei kurze Runden. Treibball, Hütearbeit, Fährte oder Agility halten ihn bei Laune. Ebenso wichtig: Ruhe auf der Decke üben. Das Zwicken in Fersen lenkst du von Anfang an um.

Ein Fell für jedes Wetter

Das kurze, harte Fell ist wasserundurchlässig und erstaunlich pflegeleicht. Einmal pro Woche bürsten genügt meist, im Fellwechsel löst sich die Unterwolle in Büscheln.

Gehör, Medikamente und Lebensjahre

Das wichtigste Thema ist angeborene Taubheit. Unter 524 britischen Welpen, die mit 4 bis 10 Wochen einen Hörtest (BAER) bekamen, waren 9,7 Prozent einseitig und 1,7 Prozent beidseitig taub; ein pigmentierter Fleck im Gesicht ging mit geringerem Risiko einher (Marsh et al. 2021). In zehn australischen Zuchtstätten senkten zehn Jahre Hörtests der Eltern die Häufigkeit kaum; am seltensten traf es Welpen, deren vier Großeltern ebenfalls normal hörten (Sommerlad et al. 2014). Frag deshalb nach dem BAER-Befund deines Welpen und seiner Vorfahren. Die MDR1-Variante fand eine deutsche Untersuchung beim Cattle Dog nicht (Gramer et al. 2011). Die 14,0 Jahre Median der britischen Auswertung beruhen auf nur 117 Hunden, das 95-Prozent-Intervall reicht von 13,2 bis 15,1 Jahren (McMillan et al. 2024).

Richtig bei

erfahrenen, sportlichen Menschen mit Zeit, Geduld und Lust auf echte Arbeit mit dem Hund, gern mit Hof, Hundesport oder Hüteverein. Familien mit älteren Kindern passen, wenn jemand klar führt.

Falsch bei

Ersthaltern ohne Unterstützung, Haushalten mit kleinen, rennenden Kindern ohne feste Regeln und allen, die einen unkomplizierten Begleiter für die Stadt suchen.

Australian Cattle Dog als Wandbild im Stil Aquarell, Raum: ockerfarbenes Schlafzimmer

Wie viel Hütehund du dir wirklich zutraust, ordnet der Rasse-Test ein, das Buch „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“ geht noch weiter in die Tiefe. Für die ersten Wochen mit einem jungen Treibhund hilft das kostenlose Welpen-Startpaket. Seine Sprenkelung wirkt stark auf Leinwand im Magazin-Look, weitere Formate findest du bei den Hundeportraits.

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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 287 Australian Cattle Dog (Australischer Treibhund) (fci.be, deutsche Fassung vom 05.09.2013, englisches Original vom 05.12.2012); Marsh O et al., Congenital sensorineural deafness in Australian Cattle dogs in the UK: Prevalence and association with phenotype, Veterinary Journal 2021; Sommerlad SF et al., Consequences of a screening programme on the prevalence of congenital hereditary sensorineural deafness in the Australian Cattle Dog, Animal Genetics 2014; Gramer I et al., Breed distribution of the nt230(del4) MDR1 mutation in dogs, Veterinary Journal 2011; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024.

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Das Print My Pet Team

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