Zwischen seinen Zehen spannt sich eine Haut. Der FCI-Standard verlangt diese Zwischenzehenhaut ausdrücklich und wertet ihr Fehlen als Fehler, denn der Neufundländer ist zum Schwimmen gebaut. Seine Rute dient im Wasser als Steuerruder, sein Fell ist wasserundurchlässig. An Land ist er ein ruhiger Riese mit großem Herz für seine Familie.
| FCI | Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde), Sektion 2.2 Molossoide, Berghunde, Standard Nr. 50, ohne Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Kanada |
| Größe (Widerrist) | im Durchschnitt Rüden 71 cm, Hündinnen 66 cm |
| Gewicht | im Durchschnitt Rüden ca. 68 kg, Hündinnen ca. 54 kg |
| Lebenserwartung | Median 11,0 Jahre in einer britischen Auswertung von 584.734 Hunden (McMillan et al. 2024) |
| Fell | wasserundurchlässiges Stockhaar, mäßig langes, gerades Deckhaar mit weicher, dichter Unterwolle |
| Farben laut Standard | Schwarz, Weiß-Schwarz und Braun (schokoladen- bis bronzefarben); bei Schwarz und Braun weiße Abzeichen an Brust, Zehen und Rutenspitze erlaubt |
Herkunft
Laut Standard entstand die Rasse auf der Insel Neufundland aus einheimischen Hunden und dem großen schwarzen Bärenhund, den die Wikinger nach dem Jahr 1100 mitgebracht hatten. Als 1610 die Kolonisation begann, war sein Typ bereits gefestigt. Er zog schwere Lasten bei strengem Klima und rettete als Wasserhund Menschen aus dem Meer.
Wesen
Der Standard beschreibt einen Hund, der Wohlwollen und Milde ausstrahlt, majestätisch, fröhlich und unternehmungslustig, bekannt für seine stete Liebenswürdigkeit und Gelassenheit. Im Alltag heißt das: geduldig mit Kindern, freundlich zu Besuch, aber durch sein Gewicht kein Hund, den man an der Leine einfach festhält. Erziehung beginnt beim Welpen.
Bewegung und Beschäftigung
Sein Element ist das Wasser. Schwimmen schont die Gelenke und macht ihm sichtlich Freude, Wasserarbeit und Zugarbeit mit leichtem Wagen ebenso. Hitze verträgt er schlecht, im Sommer verlagern sich Spaziergänge in die kühlen Stunden. Im Wachstum gilt Maß halten.
Pflege
Das dichte Fell braucht mindestens zweimal pro Woche die Bürste, im Fellwechsel täglich. Trimmen und Scheren empfiehlt der Standard nicht. Rechne mit Haaren im Haus, mit Sabber und mit einem nassen Hund, der sich gern im Flur schüttelt.
Gesundheit
Der Neufundländer hat ein erhöhtes Risiko für eine angeborene Verengung unterhalb der Aortenklappe, die subvalvuläre Aortenstenose. Dass sich Vorsorge lohnt, zeigt ein französisches Herz-Screening des Rasseclubs: Von 921 untersuchten Neufundländern waren 99,1 Prozent frei von Aortenstenose, in den letzten drei Jahren wurde kein Fall mehr gefunden (Chetboul et al. 2025). Frag deshalb nach Herzultraschall-Befunden der Elterntiere. Als große Rasse gehört er außerdem zu den Hunden mit erhöhtem Risiko für eine Magendrehung (Glickman et al. 2000).
Für wen passt der Neufundländer?
Für Familien mit Platz, Garten und am besten Wasser in der Nähe, die einen gelassenen Begleiter suchen und Fellpflege nicht scheuen.
Für wen eher nicht?
Für kleine Wohnungen, heiße Dachgeschosse, sehr reinliche Haushalte und knappe Budgets.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 50 Newfoundland (Neufundländer) (fci.be, Fassung vom 09.12.1996); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024; Chetboul V et al., Congenital pulmonic and aortic stenosis in Newfoundland dogs: Results of a 14-year French cardiovascular screening program (921 dogs), PLOS ONE 2025; Glickman LT et al., Non-dietary risk factors for gastric dilatation-volvulus in large and giant breed dogs, Journal of the American Veterinary Medical Association 2000.
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