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King Charles Spaniel

King Charles Spaniel, schwarz mit lohfarbenen Abzeichen, auf einer Wiese

Sein Name erinnert laut FCI-Standard an einen Lieblingshund von König Karl II., in manchen Ländern heißt er English Toy Spaniel. Mit dem bekannteren Cavalier teilt er Herkunft und Namen, nicht aber das Gesicht: Der King Charles trägt einen stark gewölbten Schädel über einer kurzen, aufgeworfenen Nase. Was dieser Kopf bedeutet, ist inzwischen gut vermessen.

FCI Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 7 Englische Gesellschaftsspaniel, Standard Nr. 128, ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland Großbritannien
Größe (Widerrist) im FCI-Standard nicht festgelegt
Gewicht 3,6 bis 6,3 kg
Lebenserwartung keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V); bei McMillan et al. 2024 mit dem Cavalier zusammengefasst
Fell lang, seidig und glatt, leichte Welle erlaubt, nie lockig; Läufe, Ohren und Rute reich befedert
Farben laut Standard Black and Tan, Tricolour (Perlweiß mit Schwarz und Loh), Blenheim (Perlweiß mit Kastanienrot) und Ruby (einfarbig Kastanienrot); andere Farben nicht zulässig

Kleine Jagdhunde für reiche Häuser

Der Standard erzählt die Geschichte so: Zwergspaniels wurden in England und auf dem Kontinent aus setterartigen Hunden immer kleiner gezüchtet. Eigentlich waren es kleine Jagdhunde, verwöhnt von wohlhabenden Besitzern und mit Zwerghunden aus dem Osten gekreuzt, daher das Gesicht. Rubyfarbene King Charles flossen später in die belgischen Griffons ein, etwa den Griffon Belge. Den Cavalier King Charles Spaniel nennt der Standard einen offensichtlichen Verwandten.

Was 2026 im Standard steht

Die FCI hat den Standard im September 2026 neu gefasst. Gefordert sind eine schwarze, kurze, aufgeworfene Nase mit großen, weit offenen Nasenlöchern, ein breiter, aufgebogener Fang und ein leichter Vorbiss; eine heraushängende Zunge gilt als höchst unerwünscht. Die Augen sollen relativ groß sein. Natürlich kurze oder geknickte Ruten werden toleriert.

Atmung: besser als befürchtet, nicht gut

Tierärzte in Cambridge maßen bei 83 King Charles Spaniels einen Fang, der im Mittel nur ein Zwanzigstel der Schädellänge erreichte. Im Belastungstest auf das brachyzephale obstruktive Atemwegssyndrom (BOAS) waren dennoch 39,8 Prozent ohne Befund, 42,2 Prozent zeigten leichte und 18,1 Prozent mittlere Zeichen, keiner schwere (Tomlinson et al. 2026). Die Autoren stufen das als mittleres Risiko ein, niedriger als die Kopfform erwarten ließe.

Augen, Falten und Kniescheiben

Dieselbe Untersuchung fand bei 77,9 Prozent eine Nasenfalte, bei 54,7 Prozent auffällig viel sichtbares Augenweiß und bei 34,1 Prozent eine lockere Kniescheibe (Patellaluxation). Nasenfalten gingen in einer anderen britischen Studie mit fast fünffachem Risiko für Hornhautgeschwüre einher (Packer et al. 2015). Halte die Falte trocken, schau täglich in die Augen.

Eine Rute mit offenen Fragen

Finnische Forscher nahmen 47 King Charles Spaniels in eine Genstudie auf, weil Schwanzwirbelfehlbildungen bei ihnen häufig sind. Die DVL2-Variante hinter der Korkenzieherrute der Bulldoggen trug keiner; die Ursache bleibt offen (Niskanen et al. 2021).

Sanft, zurückhaltend, verschmust

Fröhlich, intelligent, zurückhaltend, sanft und anhänglich, so beschreibt ihn der Standard. Kurze Runden und ruhige Suchspiele genügen ihm. Die befederten Ohren und Pfoten brauchen mehrmals pro Woche Kamm und Bürste.

Wer ihm gerecht wird

Menschen, die einen leisen, freundlichen Gesellschafter suchen, ihn schlank halten und beim Züchter Atemtest, Kniebefund und Augenuntersuchung der Elterntiere sehen wollen.

Wann du weitersuchen solltest

Wenn du das kürzere Gesicht nur für eine Stilfrage hältst. Mit diesem Gesicht entscheiden die Elterntiere mit über jeden Atemzug.

King Charles Spaniel, schwarz mit lohfarbenen Abzeichen, auf einer Wiese

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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 128 King Charles Spaniel (fci.be, englische Fassung vom 06.10.2026, keine deutsche Fassung); Tomlinson F et al., A cross-sectional study into the prevalence and conformational risk factors of BOAS across fourteen brachycephalic dog breeds, PLOS ONE 2026; Packer RMA et al., Impact of facial conformation on canine health: corneal ulceration, PLOS ONE 2015; Niskanen JE et al., Canine DVL2 variant contributes to brachycephalic phenotype and caudal vertebral anomalies, Human Genetics 2021; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024.

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Das Print My Pet Team

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